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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über Wartung, Betreuung, Absicherung und Hosting von WordPress-Websites – ausschließlich gegenüber Unternehmern.

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner

(1) Diese Bedingungen gelten für alle Verträge zwischen Tim Philip Katzer, Via Generale Diaz 55, 97019 Vittoria (RG), Italien (nachfolgend „Anbieter“) und seinen Kunden über Wartung, Betreuung, Absicherung und Überwachung von WordPress-Websites, über die Vermittlung von Hosting, über Notfallleistungen, über das KI-Interface sowie über Einmal- und Zusatzleistungen.

(2) Der Anbieter schließt Verträge ausschließlich mit Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, mit juristischen Personen des öffentlichen Rechts und mit öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB kommen nicht zustande. Der Kunde sichert zu, bei Vertragsschluss in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.

(3) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht oder in Kenntnis von ihnen die Leistung erbringt. Abweichendes bedarf der ausdrücklichen Bestätigung in Textform.

(4) Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern. Änderungen werden dem Kunden spätestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Wirkung wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von Leistungen und Preisen auf der Website des Anbieters ist freibleibend und stellt kein bindendes Angebot dar.

(2) Eine Anfrage des Kunden – auch über ein Formular der Website – ist eine Aufforderung an den Anbieter, ein Angebot abzugeben. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter den Auftrag in Textform bestätigt oder mit der Leistung beginnt.

(3) Maßgeblich für den Leistungsumfang ist die Auftragsbestätigung einschließlich der dort genannten Paketbeschreibung in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung. Angaben in Werbung, auf der Website oder in Vorgesprächen begründen keine darüber hinausgehenden Pflichten.

(4) Der Anbieter ist nicht verpflichtet, einen Auftrag anzunehmen. Er kann die Annahme insbesondere ablehnen, wenn der Zustand der Website eine wirtschaftlich vertretbare Betreuung nicht zulässt.

§ 3 Art und Umfang der Leistung

(1) Die Verträge über Wartung, Betreuung und Überwachung sind Dienstverträge nach § 611 BGB. Geschuldet ist die sorgfältige Erbringung der vereinbarten Tätigkeiten nach dem anerkannten Stand der Technik, nicht ein bestimmter Erfolg.

(2) Der Anbieter schuldet insbesondere nicht:

  • dass die Website nicht angegriffen, kompromittiert oder manipuliert wird,
  • eine bestimmte Verfügbarkeit, Erreichbarkeit oder Ausfallfreiheit der Website,
  • eine bestimmte Ladezeit, Bewertung in Mess- oder Prüfwerkzeugen oder Platzierung in Suchmaschinen,
  • die Fehlerfreiheit oder Weiterentwicklung von Software Dritter (Core, Themes, Plugins, Dienste),
  • einen bestimmten geschäftlichen Erfolg, Umsatz oder Anfrageneingang,
  • die Rechtskonformität der Website, insbesondere keine Rechts-, Steuer- oder Datenschutzberatung.

(3) Reaktionszeiten bezeichnen die Zeit bis zur ersten inhaltlichen Rückmeldung des Anbieters, nicht die Zeit bis zur Behebung einer Störung. Eine Behebungszeit wird nicht zugesagt. Reaktionszeiten laufen nur innerhalb der Servicezeiten und setzen eine Meldung über die vereinbarten Kontaktwege voraus. Vereinbart sind: Schutz: Antwort an Werktagen innerhalb von 24 Stunden. Betrieb: Reaktion innerhalb von 8 Stunden. Garantie: Reaktion innerhalb von 4 Stunden, im Notfall auch samstags.

(4) Servicezeiten sind Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, ausgenommen gesetzliche Feiertage am Sitz des Anbieters. Außerhalb der Servicezeiten eingehende Meldungen gelten als zu Beginn der nächsten Servicezeit zugegangen. Für einzelne Pakete und Zusatzleistungen können abweichende, erweiterte Servicezeiten vereinbart sein; maßgeblich ist dann die Auftragsbestätigung.

(5) Der Anbieter ist ein Einzelunternehmen. Bei Urlaub, Krankheit oder sonstiger Verhinderung sind die Reaktionszeiten für die Dauer der Verhinderung ausgesetzt. Planbare Abwesenheiten kündigt der Anbieter rechtzeitig an. Die Stellung einer Vertretung wird nicht geschuldet.

(6) Der Anbieter darf die zur Leistungserbringung eingesetzten Werkzeuge, Verfahren und Dienstleister ändern, solange der vereinbarte Leistungsumfang dadurch nicht beeinträchtigt wird. Er darf sich zur Erfüllung Dritter bedienen.

(7) Leistungen außerhalb des gebuchten Pakets erbringt der Anbieter nur nach gesonderter Vereinbarung und Vergütung. In einem Paket enthaltene Zeitkontingente verfallen am Ende des Abrechnungsmonats und werden nicht ausgezahlt.

§ 4 Das Paket „Garantie“

(1) „Garantie“ ist eine Produktbezeichnung. Sie bedeutet ausschließlich, dass eine Hack-Bereinigung im beschriebenen Umfang ohne gesonderte Vergütung erbracht wird.

(2) Die Bezeichnung begründet keine Garantie im Sinne der §§ 443, 639 BGB, keine Beschaffenheits- oder Haltbarkeitsgarantie und keine Zusage, dass die Website nicht kompromittiert wird, dass eine Bereinigung gelingt oder dass ein früherer Zustand wiederhergestellt werden kann. § 3 Abs. 1 und 2 gelten unverändert.

(3) Die Leistung nach Absatz 1 gilt für die im Vertrag genannte Website, für bis zu zwei Vorfälle je Vertragsjahr und nur für Vorfälle, die nach Abschluss des Onboardings eingetreten sind. Für weitere Vorfälle gilt der Stundensatz.

(4) Ausgenommen sind Vorfälle, die darauf beruhen, dass der Kunde oder ein von ihm beauftragter Dritter Änderungen vorgenommen, Zugangsdaten weitergegeben, erforderliche Lizenzen nicht aufrechterhalten oder Mitwirkungspflichten nach § 5 verletzt hat, sowie Vorfälle auf Websites, die bei Vertragsbeginn bereits kompromittiert waren.

§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden

(1) Der Kunde stellt dem Anbieter rechtzeitig und unentgeltlich alles zur Verfügung, was zur Leistungserbringung erforderlich ist, insbesondere Administratorzugänge zur Website, Zugänge zu Hosting, Domain und DNS sowie einen benannten Ansprechpartner. Er hält diese Zugänge während der Vertragslaufzeit aufrecht.

(2) Der Kunde beschafft und verlängert auf eigene Kosten die Lizenzen der eingesetzten Themes, Plugins und Dienste. Fehlt eine gültige Lizenz, entfällt insoweit die Leistungspflicht des Anbieters.

(3) Der Kunde nimmt an Core, Theme, Plugins, Server- oder DNS-Einstellungen keine Änderungen vor und lässt keine vornehmen, ohne dies vorher mit dem Anbieter abzustimmen. Weitere Administratorkonten werden nur nach Abstimmung eingerichtet. Änderungen, die der Kunde oder ein Dritter ohne Abstimmung vornimmt, erfolgen auf eigenes Risiko.

(4) Der Kunde verantwortet die auf der Website veröffentlichten Inhalte vollständig. Er stellt sicher, dass ihm die erforderlichen Nutzungsrechte zustehen, dass Impressum, Datenschutzerklärung und sonstige Pflichtangaben vorhanden und zutreffend sind und dass erforderliche Einwilligungen vorliegen. Der Anbieter prüft Inhalte nicht auf Rechtmäßigkeit.

(5) Der Kunde meldet Störungen unverzüglich und nachvollziehbar über die vereinbarten Kontaktwege.

(6) Der Kunde bleibt ungeachtet der vom Anbieter erstellten Sicherungen für eine eigene, unabhängige Datensicherung verantwortlich. Siehe § 7.

(7) Verletzt der Kunde seine Mitwirkungspflichten, so sind die betroffenen Leistungspflichten und Reaktionszeiten für die Dauer der Verletzung ausgesetzt. Mehraufwand, der dem Anbieter dadurch entsteht, wird nach dem vereinbarten Stundensatz vergütet. Eine Haftung des Anbieters ist ausgeschlossen, soweit die Pflichtverletzung für den Schaden ursächlich war.

§ 6 Hosting

(1) Hosting erbringt der Anbieter nicht selbst. Er vermittelt und verwaltet Leistungen Dritter. Die technische Leistung – Rechenzentrum, Server, Netzanbindung – erbringt der jeweilige Anbieter.

(2) Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nicht zugesagt. Maßgeblich sind allein die Angaben und Bedingungen des eingesetzten Anbieters. Der Anbieter leitet Ansprüche gegen den Dritten auf Verlangen an den Kunden ab, soweit dies rechtlich möglich ist.

(3) Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und angekündigt. Sicherheitsrelevante Maßnahmen dürfen ohne Vorankündigung erfolgen; dazu gehört auch die vorübergehende Abschaltung der Website, wenn von ihr eine Gefahr ausgeht oder ein Rechtsverstoß im Raum steht.

(4) Der Kunde darf über die Infrastruktur keine rechtswidrigen Inhalte verbreiten, keinen Massenversand von E-Mails betreiben und keine Last erzeugen, die den Betrieb anderer Kunden beeinträchtigt. Bei Verstoß darf der Anbieter die Leistung aussetzen.

(5) Endet das Vertragsverhältnis des Anbieters mit dem Vorlieferanten aus Gründen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, so endet insoweit auch seine Leistungspflicht. Der Anbieter wird den Kunden unverzüglich informieren und eine Übertragung unterstützen.

§ 7 Datensicherung und Wiederherstellung

(1) Der Anbieter erstellt Sicherungen im Umfang und mit der Aufbewahrungsdauer des gebuchten Pakets und prüft sie stichprobenhaft auf Wiederherstellbarkeit.

(2) Eine Zusage, dass eine Sicherung vollständig, fehlerfrei oder in jedem Fall wiederherstellbar ist, ist damit nicht verbunden. Sicherungen können aus Gründen unbrauchbar sein, die der Anbieter nicht zu vertreten hat – etwa wegen Fehlern in Software Dritter, wegen Datenbankinkonsistenzen oder wegen einer bereits in der Sicherung enthaltenen Kompromittierung.

(3) Der Kunde bleibt verpflichtet, zusätzlich eine eigene, vom Anbieter unabhängige Sicherung seiner Daten in einem der Bedeutung der Daten angemessenen Umfang vorzuhalten.

(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter – vorbehaltlich des § 12 – nur bis zu dem Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Sicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.

§ 8 Notfallleistungen

(1) Die Festpreise für Notfallleistungen (490 € für die Bereinigung nach einer Kompromittierung, 190 € für die Wiederherstellung nach einem fehlgeschlagenen Update) gelten für den jeweils beschriebenen Umfang und für eine Website.

(2) Nicht enthalten sind insbesondere der Neuaufbau der Website, die Wiederbeschaffung von Inhalten, die Rettung von Daten aus Sicherungen Dritter, die Wiederherstellung von E-Mail-Postfächern, forensische Beweissicherung, die Kommunikation mit Behörden, Versicherern oder Dritten sowie jede Form von Rechtsberatung.

(3) Auch die Notfallleistung ist ein Dienstvertrag. Ein Bereinigungs- oder Wiederherstellungserfolg wird nicht geschuldet. Der Anbieter sagt insbesondere nicht zu, dass alle Schadfunktionen gefunden werden, dass keine Daten abgeflossen sind oder dass sich ein Vorfall nicht wiederholt.

(4) Stellt sich während der Bearbeitung heraus, dass eine Bereinigung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist, teilt der Anbieter dies unverzüglich mit. Der Festpreis entfällt dann; abgerechnet wird der bis dahin angefallene Aufwand nach dem Stundensatz, höchstens jedoch in Höhe des Festpreises.

(5) Pflichten nach Art. 33 und 34 DSGVO – Meldung einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten an die Aufsichtsbehörde und Benachrichtigung betroffener Personen – treffen den Kunden als Verantwortlichen. Der Anbieter unterstützt ihn dabei nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags.

§ 9 KI-Interface

(1) Das KI-Interface ist eine Erweiterung und setzt mindestens die Betrieb-Stufe voraus. Zur Ausführung einer Anweisung werden Inhalte der Website an einen KI-Dienstleister übermittelt; dieser ist im Auftragsverarbeitungsvertrag als Unterauftragsverarbeiter ausgewiesen.

(2) Ergebnisse generativer Systeme sind nicht vorhersehbar. Der Anbieter sagt für erzeugte Inhalte weder Richtigkeit noch Vollständigkeit, Eignung, Originalität oder Rechtmäßigkeit zu. Prüfung und Freigabe vor Veröffentlichung obliegen dem Kunden; veröffentlichte Inhalte verantwortet er nach § 5 Abs. 4.

(3) Der Kunde übermittelt über das Interface keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO, keine Zugangsdaten und keine personenbezogenen Daten Dritter ohne Rechtsgrundlage.

(4) Im Monatspreis ist ein Nutzungskontingent enthalten. Darüber hinausgehender Verbrauch wird nur nach vorheriger Ankündigung in Textform abgerechnet.

(5) Ändert der KI-Dienstleister seine Bedingungen, Preise oder Schnittstellen wesentlich oder stellt er den Dienst ein, so darf der Anbieter das Interface anpassen oder einstellen. In diesem Fall kann der Kunde die Erweiterung fristlos kündigen; bereits im Voraus gezahlte Beträge werden anteilig erstattet. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.

§ 10 Vergütung, Zahlung, Preisanpassung

(1) Alle Preise verstehen sich netto, also ohne Umsatzsteuer. Der Anbieter hat seinen Sitz in Italien. Bei Leistungen an Unternehmer mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union geht die Steuerschuld nach Art. 196 der Richtlinie 2006/112/EG auf den Leistungsempfänger über (Reverse Charge, in Deutschland § 13b UStG). Der Kunde teilt dem Anbieter seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mit und steht für deren Richtigkeit und Gültigkeit ein. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Anbieters lautet IT01897140883.

(2) Laufende Vergütungen sind monatlich im Voraus fällig. Rechnungen werden elektronisch übermittelt; der Kunde stimmt dem zu. Einmalleistungen sind nach Rechnungsstellung fällig.

(3) Das Zahlungsziel beträgt 14 Tage ab Rechnungsdatum. Danach kommt der Kunde ohne weitere Mahnung in Verzug. Der Anbieter darf Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie die gesetzliche Verzugskostenpauschale verlangen.

(4) Befindet sich der Kunde mit einem nicht unerheblichen Betrag länger als 14 Tage in Verzug, darf der Anbieter seine Leistungen nach vorheriger Ankündigung in Textform bis zum Zahlungseingang aussetzen. Die Vergütungspflicht bleibt für diesen Zeitraum bestehen.

(5) Der Anbieter darf die laufenden Entgelte einmal je Kalenderjahr anpassen. Die Anpassung wird mindestens acht Wochen vorher in Textform angekündigt. Der Kunde darf den Vertrag in diesem Fall zum Wirksamwerden der Anpassung kündigen; darauf wird in der Ankündigung hingewiesen.

(6) Gegen Forderungen des Anbieters darf der Kunde nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.

§ 11 Laufzeit und Beendigung

(1) Laufende Verträge haben eine Mindestlaufzeit von drei Monaten, gerechnet ab dem ersten Tag des Monats, der auf den Beginn der Leistung folgt. Danach sind sie monatlich kündbar: zum Ende des jeweiligen Kalendermonats, wenn die Kündigung bis zum letzten Tag dieses Monats zugeht.

(2) Kündigungen bedürfen der Textform.

(3) Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei Zahlungsverzug über zwei Monatsbeträge, bei Verbreitung rechtswidriger Inhalte, bei anhaltender Verletzung von Mitwirkungspflichten trotz Aufforderung sowie dann, wenn dem Anbieter die Fortsetzung wegen des Verhaltens des Kunden nicht zuzumuten ist.

(4) Nach Vertragsende übergibt der Anbieter dem Kunden die in seinem Besitz befindlichen Zugangsdaten und entfernt seine eigenen Zugänge. Für die Löschung oder Rückgabe personenbezogener Daten gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag. Eine Pflicht zur Weiterbetreuung oder zur Mitwirkung an einem Anbieterwechsel besteht nicht; solche Leistungen erbringt der Anbieter nur nach gesonderter Vereinbarung gegen Vergütung nach Aufwand.

§ 12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht. Wesentlich ist eine Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Der vertragstypische Schaden nach Absatz 2 ist der Höhe nach begrenzt auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlte Vergütung je Schadensereignis und auf das Zweifache dieses Betrags für alle Schadensereignisse eines Vertragsjahres.

(4) Bei einfacher Fahrlässigkeit ist die Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden, Folgeschäden und Ansprüche Dritter ausgeschlossen. Für Datenverlust gilt ergänzend § 7 Abs. 4.

(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die auf Handlungen Dritter beruhen – insbesondere auf Angriffen auf die Website, auf Fehlern in Software Dritter, auf Störungen bei Hosting-, Netz- oder Dienstanbietern –, auf Änderungen des Kunden oder von ihm beauftragter Dritter oder auf höherer Gewalt nach § 15.

(6) Ansprüche gegen den Anbieter verjähren in zwölf Monaten ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Das gilt nicht für Ansprüche nach Absatz 1 und nicht, soweit das Gesetz zwingend längere Fristen vorsieht.

(7) Die Haftungsbeschränkungen dieses Paragrafen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters sowie für Ansprüche aus unerlaubter Handlung.

(8) Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Kunden ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.

§ 13 Freistellung

Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung frei, die gegen den Anbieter wegen der Inhalte der Website des Kunden, wegen fehlender Rechte oder Einwilligungen, wegen der Verarbeitung personenbezogener Daten auf Weisung des Kunden oder wegen der Verletzung von Mitwirkungspflichten nach § 5 erhoben werden. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über einen solchen Anspruch und stimmt die Verteidigung mit ihm ab.

§ 14 Vertraulichkeit, Referenzen

(1) Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und nutzen sie nur zur Erfüllung des Vertrags. Die Pflicht gilt drei Jahre über das Vertragsende hinaus. Zugangsdaten verwahrt jede Partei gegen unbefugten Zugriff gesichert.

(2) Der Anbieter nennt den Kunden nur mit dessen vorheriger Zustimmung in Textform als Referenz. Die Zustimmung kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden.

§ 15 Höhere Gewalt

(1) Wird eine Partei durch höhere Gewalt an der Erfüllung gehindert, ruhen die betroffenen Pflichten für die Dauer der Störung. Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturereignisse, Epidemien und behördliche Anordnungen, Krieg und Terror, Streik, der Ausfall von Strom- oder Telekommunikationsnetzen, großflächige Störungen bei Vorlieferanten sowie Angriffe auf deren Systeme.

(2) Die betroffene Partei informiert die andere unverzüglich. Dauert die Störung länger als 60 Tage an, darf jede Partei den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen. Schadensersatzansprüche wegen der Störung bestehen nicht.

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Für Erklärungen nach diesem Vertrag genügt die Textform, soweit nichts anderes bestimmt ist. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.

(2) Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag darf der Kunde nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters in Textform auf Dritte übertragen.

(3) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Vorschriften des internationalen Privatrechts, die zur Anwendung einer anderen Rechtsordnung führen.

(4) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters in 97019 Vittoria (RG), Italien. Der Anbieter darf den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand verklagen.

(5) Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(6) Maßgeblich ist die deutsche Sprachfassung dieser Bedingungen.

Fassung 1.0, Stand 28. Oktober 2026. Vertragspartner: Tim Philip Katzer, Via Generale Diaz 55, 97019 Vittoria (RG), Italien. Kontakt: anfrage@sitekeep.de.