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Was kostet WordPress-Wartung wirklich? Preise und Leistungen 2026

Wer nach WordPress-Wartung sucht, findet Angebote ab 14 € im Monat und Angebote ab
350 €. Beide behaupten dasselbe zu tun. Das können nicht beide stimmen – und tatsächlich
beschreiben die Preise zwei völlig verschiedene Leistungen.

Die drei Preisstufen am Markt

14 bis 30 € im Monat: das Automatenangebot

Hier läuft ein Skript. Es spielt Updates ein, legt ein Backup an und schickt einmal im
Monat einen Tool-Export als PDF. Niemand sieht sich Ihre Website an, niemand prüft nach
dem Update, ob das Kontaktformular noch funktioniert, und im Ernstfall antwortet ein
Ticketsystem.

Für eine reine Visitenkarten-Website ohne Formular kann das reichen. Sobald über die
Website Anfragen laufen, ist es riskant: Der häufigste Schaden ist nicht der Hack, sondern
das stillschweigend kaputte Formular, das sechs Wochen niemand bemerkt.

50 bis 200 € im Monat: die persönliche Betreuung

In dieser Stufe schaut ein Mensch hin. Updates werden auf einer Staging-Kopie getestet,
danach werden die wichtigen Funktionen geprüft, Auffälligkeiten aus dem Sicherheits-Scan
werden manuell bewertet statt weitergeleitet. Es gibt eine feste Reaktionszeit und
in der Regel inklusive Arbeitszeit für kleine Änderungen.

Das ist die Stufe, in die die allermeisten Unternehmenswebsites gehören – und dort
bewegen sich auch meine Pakete: 59 €, 119 € und 199 € netto.

200 bis 800 € im Monat: Agentur mit Service-Level

Hier bezahlen Sie garantierte Reaktionszeiten rund um die Uhr, mehrere Ansprechpartner,
visuelle Regressionstests und oft ein festes Kontingent an Entwicklungsstunden. Sinnvoll
für Shops mit sechsstelligem Jahresumsatz, für Portale mit vielen Redakteuren oder wenn
Compliance-Vorgaben es verlangen.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Ein Wartungsanbieter hat feste Kosten je betreuter Website – Firewall- und
Scanner-Lizenz, Monitoring, Backup-Speicher, Verwaltungssoftware. Das sind
erfahrungsgemäß acht bis zwölf Euro im Monat. Alles darüber ist Arbeitszeit.

Rechnen Sie einmal gegen: Bei 59 € Monatspreis und rund zehn Euro Werkzeugkosten
bleiben knapp fünfzig Euro. Bei einem realistischen Stundensatz sind das etwa
45 Minuten Arbeit im Monat. Genau so viel braucht ein sorgfältiger Update-Durchlauf mit
Sichtprüfung. Wer 14 € verlangt, hat rechnerisch fünf Minuten – das reicht für das Skript,
nicht für den Blick danach.

Die versteckten Kosten, nach denen Sie fragen sollten

  • Einrichtungsgebühr. Der erste Monat ist der aufwendigste:
    Bestandsaufnahme, Härtung, Backups, Monitoring. Seriöse Anbieter berechnen dafür etwas –
    oder verlangen dafür eine Mindestlaufzeit. Wer beides nicht tut, spart am Onboarding.
  • Malware-Bereinigung. Am Markt üblich sind 150 bis 800 € einmalig.
    Fragen Sie, ob ein Festpreis gilt und was passiert, wenn der Befall wiederkommt.
  • Premium-Lizenzen. Manche Anbieter rechnen Plugin-Lizenzen extra ab,
    andere haben Agenturlizenzen. Bei fünf kostenpflichtigen Plugins macht das schnell
    20 € im Monat aus.
  • Stundensatz für Zusatzarbeiten. Marktüblich sind 80 bis 120 €.
    Wichtiger als die Höhe ist die Frage, ob vorher geschätzt wird.
  • WooCommerce-Zuschlag. Ein Shop bedeutet deutlich mehr Prüfaufwand.
    30 bis 50 % Aufschlag sind üblich und begründet.

Was ein Angebot enthalten sollte

Fordern Sie diese sechs Angaben schriftlich ein. Wenn eine davon fehlt, fehlt sie
später auch in der Leistung:

  1. Update-Rhythmus und ob vorher auf Staging getestet wird
  2. Backup-Häufigkeit, Aufbewahrungsdauer und Speicherort
  3. Was nach einem Update konkret geprüft wird
  4. Reaktionszeit – in Stunden, nicht als „schnellstmöglich“
  5. Enthaltene Arbeitszeit und der Stundensatz darüber hinaus
  6. Was nicht enthalten ist

Der letzte Punkt ist der wichtigste. Ein Anbieter, der klar sagt, was er nicht macht,
hat über seine Leistung nachgedacht.

Was passiert, wenn man gar nichts tut

Nach dem Patchstack-Jahresbericht 2025 wurden über 11.000 neue WordPress-Schwachstellen
dokumentiert, 91 Prozent davon in Plugins. Zwischen der Veröffentlichung einer Lücke und
den ersten automatisierten Angriffen liegen im Mittel fünf Stunden. Die Kosten eines
erfolgreichen Angriffs für einen kleinen Betrieb liegen inklusive Ausfallzeit im Schnitt
bei mehreren tausend Euro.

Anders gerechnet: Ein Jahr Wartung in der mittleren Stufe kostet weniger als eine
einzige Bereinigung – und die Bereinigung ersetzt nicht die Anfragen, die in der
Zwischenzeit nicht angekommen sind.

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Tim Katzer

Tim Katzer betreut WordPress-Websites im deutschsprachigen Raum – von Updates und Backups über Absicherung und Monitoring bis zum Hosting. Selbstständig in der IT-Beratung und im Webdesign.